Liebe Follower meines Blogs,
längere Zeit habe ich nichts neues von mir hören lassen. Tja, es ist einfach soviel zu tun, sowohl im Job, als auch in meiner wirklichen Passion, der Jagdaufsicht im Revier und der Jagd selber.
Der Sommer ist vorbei, alle Felder sind abgeerntet und bereits mit der neuen Wintersaat bestückt. Raps, Winterweizen & Gerste sowie Zwischenfrüchte stehen durch den feuchteren Spätsommer gut auf den Feldern. Der Sommer war aufgrund seiner Hitzeperioden durchaus herausfordernd wobei sich trotz aller Trockenheit in den Flächen durch gute Böden doch noch eine ganz passable Ernte durch unsere Landwirte einholen ließ. (Bei Landwirten ist die Ernte nie wirklich gut und wenn sie es doch ist, dann sind die zu erziehelenden Preise zu niedrig). Leider mussten wir allerdings in diesem Jahr erstmals Wildschäden erstatten die durch einzelne, „marodierende“ kleinst-Rotten (max 6 Stücke) Schwarzwild verursacht wurden. Hierzu ist zum einen zu sagen, dass es sich immer noch nicht um Standwild handelt, manchmal ist 14 Tage kein einziges Stück auf unseren zahlreichen Kameras zu sehen, zweitens liegen die kleinen Schläge oftmals so zwischen den einzelnen Waldflächen, das ein ein – und auswechseln nicht zu verhindern ist. Erstaunlich ist auch an welchen Stellen die Wutzen auf einmal im Revier auftauchen um nach 2 Tagen wieder weg zu sein…tja, schwierig und das Thema wird uns auch weiter, eher mehr als weniger begleiten.
Es gibt aber auch positives zu berichten, unser Revier, die Raubwildjäger und Fallensteller in Heiligenhaus III haben allein in der gesamten Kreisjägerschaft Düsseldorf-Mettmann im Jagdjahr 2025/26 10% des gesamten Waschbär Abschuss getätigt. Erfolgreiche Fallenjagd mit konsequenter Bejagung auch auf Ansitz haben zu diesem hervorragenden Ergebnis geführt.
Es wurden auch deutlich mehr Rotröcke erlegt als in den Jahren zuvor.
Ansonsten haben wir wirklich tolle Jagdkameraden mit denen wir uns einmal im Monat zum Austausch und mit Neuigkeiten zum Stammtisch treffen. Besonders unser Beständer überrascht uns immer wieder aufs Neue mit tollen Dingen. Wir haben zum Beispiel jetzt ein „Jagdfahrzeug“ für alle Jäger im Revier für schwieriges Gelände, einen John Deere Gator mit 4 Sitzen und Ladefläche, echt cool. Ein ganz besonderes Highlight ist die komplett neu aufgebaute Wildkammer, welche jedes Metzgerherz aufgrund seiner vollständigen Ausstattung höher schlagen lässt. Hier hoffen wir diese bald in Betrieb nehmen zu können. Aber schon mal Danke dafür Christian!

Ansonsten sind wir viel im Revier unterwegs und viele Menschen und Anwohner (er)kennen uns mitlerweile und sprechen gerne mit uns über Ihre Anliegen (meistens Waschbären). Diese Kommunikation sorgt für Vertrauen und Akzeptanz für Jagd & Jäger.
Zum Schluss auch noch etwas Aktuelles von mir, zum Jahresanfang habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und bei Udo Röck in Bad Saulgau,(von dem auch meine mobile Jagdkanzel ist) mein neues Revierfahrzeug abgeholt. Ich fahre im Revier jetzt einen Puch 230ge von 1992, ursprünglich von der Schweizer Armee hat er das Fahrzeug nach meinen Wünschen hergerichtet und umgebaut. Es macht wirklich viel Spaß sich damit im Revier „standesgemäß“ zu bewegen.
Waidmannsheil
Euer Hunterbear